Schwierigkeitsbewertungen

Hier finden sich die Schwierigkeitsskalen für die von uns angebotenen alpinen Spielformen. Alpinismus ist keine exakte Wissenschaft, die einzelnen Levels sind durchaus fließend und nicht immer eindeutig abgrenzbar. Dennoch geben sie einen guten Eindruck über zu erwartenden Schwierigkeiten und notwendige Fähigkeiten!

Bergsteigen (SAC Skala)

Bergsteigen (SAC Skala)

SAC- Berg- und Alpinwanderskala

Grad

Weg/Gelände

Anforderungen

Beispieltouren

T1

Wandern

Weg gut gebahnt. Falls vorhanden, sind exponierte Stellen sehr gut gesichert. Absturzgefahr kann bei normalen Verhalten weitgehend ausgeschlossen werden.

Keine, auch mit Turnschuhen geeignet. Orientierung problemlos, in der Regel auch ohne Karte möglich.

Viele Hüttenaufstiegswege

z.B: Zum Rotwandhaus, Pfeishütte, Hallanger Haus, Kaisertalhaus,

Stripsenjochhütte

T2

Bergwandern

Weg mit durchgehender Trasse. Gelände teilweise steil, Absturzgefahr nicht ausgeschlossen.


Etwas Trittsicherheit. Trekkingschuhe sind empfehlenswert. Elementares Orientierungsvermögen.

Rotwandgipfel, Breitenstein, Sunntiger (Karwendel), Pyramidenspitze (von Vorderkaiserfelden), Jägerkamp


T3

anspruchsvolles Bergwandern

Weg am Boden nicht unbedingt durchgehend sichtbar. Ausgesetzte Stellen können mit Seilen oder Ketten gesichert sein. Eventuell braucht man die Hände fürs Gleich-gewicht Zum Teil exponierte Stellen mit Absturzgefahr, Geröllflächen, weglose Schrofen.

Gute Trittsicherheit. Gute Trekkingschuhe. Durchschnittliches Orientierungsvermögen. Elementare alpine Erfahrung.

Säuling, (Ammergauer) Hochplatte, Kramer, Aiplspitz, Hohe Munde

Hocheck (Watzmann), Hoher Gleirsch, Vordere Goinger Halt

T4

Alpinwandern

Wegspur nicht zwingend vorhanden. An gewissen Stellen braucht es die Hände zum Vorwärtskommen. Gelände bereits recht exponiert, heikle Grashalden, Schrofen, einfache Firnfelder und apere Gletscherpassagen.

Vertrautheit mit exponiertem Gelände. Stabile Trekkingschuhe. Gewisse Geländebeurteilung und gutes Orientierungsvermögen. Alpine Erfahrung. Bei Wettersturz kann ein Rückzug schwierig werden.

Speckkarspitze, Kreuzspitze, große Klammspitze,

Obere Wettersteinspitze, Zugspitze ( über Wiener-Neustätter Hütte)

T5

anspruchsvolles Alpinwandern

Oft weglos. Einzelne einfache Kletterstellen. Exponiert, anspruchsvolles Gelände, steile Schrofen. Apere Gletscher und Firnfelder mit Ausrutschgefahr.

Bergschuhe. Sichere Geländebeurteilung und sehr gutes Orientierungsvermögen. Gute Alpinerfahrung und im hochalpinen Gelände.( Elementare Kenntnisse im Umgang mit Pickel und Seil)

Hintere Karlspitze, Regalalpwand (Kaiser), Wörner,

Grubenkarspitze, Kindlwand,

Saalfelder Höhenweg zum

Breithorn, Parseierspitze

T6

schwieriges Alpinwandern

Meist weglos. Kletterstellen bis II.. Häufig sehr exponiert. Heikles Schrofengelände .Apere Gletscher mit erhöhter Ausrutschgefahr.

Meist nicht markiert.

Für die Bewertung aller Stufen sind immer die schwierigsten Stellen maßgebend. Eine T6 Tour im Fels kann schwieriger sein als eine Hochtour leicht.


Ausgezeichnetes Orientierungsvermögen. Ausgereifte Alpinerfahrung und Vertrautheit im Umgang mit alpintechischen Hilfsmitteln. Meist handelt es sich allerdings um Gelände, in dem nicht gesichert wird.

Arnspitzenüberschreitung,

Erwalder Sonnenspitze,

Höfats (Ostgipfel), Blanken-stein, Vordere Goinger Halt,

Jubiläumsgrat (+KS 5)

Geiselstein / Gabelschrofen

Hochtouren (SAC)

Hochtouren (SAC)

USC Grad Fels UIAA-Grad Firn und Gletscher Beispiele

Leicht

L
leicht / facile
F
Einfaches Gehgelände (Geröll, einfacher Blockgrat). ab I Einfache Firnhänge, kaum Spalten.  
  • Piz Tschierva, Ostgrat
  • Wildhorn, von der Wildhornhütte
  • Bishorn, von der Tracuithütte
 

leicht/mittel

-
WS

wenig schwierig / peu difficile
PD
+
Meistens noch Gehgelände, erhöhte Trittsicherheit nötig, Kletterstellen übersichtlich und problemlos. ab II In der Regel wenig steile Hänge, kurze steilere Passagen, wenig Spalten.  
  • Piz Palü, Normalroute
  • Balmhorn, Normalroute
  • Weissmies, Normalroute
 

mittel

-
ZS

ziemlich schwierig / assez difficile
AD
+
Wiederholte Sicherung notwendig, längere und exponierte Kletterstellen. ab III Steilere Hänge, gelegentlich Standplatzsicherung, viele Spalten, kleiner Bergschrund.  
  • Piz Bernina, Biancograt
  • Mönch, Westgrat
  • Matterhorn, Hörnligrat
 

mittel/ schwer

schwer

-
S

schwierig / difficile
D
+
Guter Routensinn und effiziente Seilhandhabung erforderlich, lange Kletterstellen, erfordern meistens Standplatzsicherung. ab IV Sehr steile Hänge, meistens Standplatzsicherung notwendig, viele Spalten, grosser Bergschrund.  
  • Piz Palü, Ostpfeiler des Ostgipfels
  • Eiger, Mittelegigrat
  • Weisshorn, Schaligrat
 

Nicht im USC Programm

-
SS

sehr schwierig / très difficile
TD
+
In den schwierigen Abschnitten durchgehend Standplatzsicherung nötig, anhaltend anspruchsvolle Kletterei. ab V Anhaltendes Steilgelände, durchgehende Standplatzsicherung.  
  • Piz Bernina, direkte Westwand
  • Doldenhorn, Ostgrat
  • Dent Blanche, Nordgrat
 
-
AS

äusserst schwierig / extrêmement difficile
ED
+
Wanddurchstiege, die grosses Engagement erfordern. ab VI Sehr steile und senkrechte Stellen, erfordern Eiskletterei.  
  • Eiger-Nordwand (Heckmair)
  • Matterhorn, Zmuttnase
 
-
EX

extrem schwierig / abominablement difficile
ABO
+
Extrem steile, teilweise überhängende Wanddurchstiege. ab VII Eiskletterei extremer Richtung.  
  • Eiger-Nordwand (diverse Routen im westlichen Wandteil)
 

Skitouren

Skitouren

USC

SAC Grad

Steilheit

Ausgesetztheit

Geländeform
Aufstieg und Abfahrt

Engpässe
in der Abfahrt

Beispiele

Leicht

L
leicht
(+)

bis 30°

keine Ausrutschgefahr

weich, hügelig, glatter Untergrund

keine Engpässe

Hirschberg, Brecherspitz ,

Rotwandreibn (klassisch)

leicht/mittel

WS
wenig schwierig
(-/+)

ab 30°

kürzere Rutschwege, sanft auslaufend

überwiegend offene Hänge mit kurzen Steilstufen. Hindernisse mit Ausweichmöglichkeiten (Spitzkehren nötig)

Engpässe kurz und wenig steil

Spitzstein, Geigelstein (von Sachrang)

mittel

Rotwand Gipfelrinne

ZS
ziemlich schwierig
(-/+)

ab 35°

längere Rutschwege mit Bremsmöglichkeiten (Verletzungsgefahr)

kurze Steilstufen ohne Ausweichmöglichkeiten, Hindernisse in mässig steilem Gelände erfordern gute Reaktion (sichere Spitzkehren nötig)

Engpässe kurz, aber steil

mittel/ schwer

Leutascher Dreitorspitze
Hochwannig

schwer

S
schwierig
(-/+)

ab 40°

lange Rutschwege, teilweise in Steilstufen abbrechend (Lebensgefahr)

Steilhänge ohne Ausweichmöglichkeiten. Viele Hindernissen erfordern eine ausgereifte und sichere Fahrtechnik

Engpässe lang und steil. Kurzschwingen für Könner noch möglich

Hohe Munde,

Großer Traithen (N)

Eggersgrinn

Nicht im USC Programm

SS
sehr schwierig
(-/+)

ab 45°

Rutschwege in Steilstufen abbrechend (Lebensgefahr)

allgemein sehr anhaltend steiles Gelände. Oft mit Felsstufen durchsetzt. Viele Hindernisse in kurzer Folge

Engpässe lang und sehr steil. Abrutschen und Quersprünge nötig

-

AS
ausserordentlich schwierig
(-/+)

ab 50°

äusserst ausgesetzt

äusserst steile Flanken oder Couloirs. Keine Erholungsmöglichkeit in der Abfahrt

Engpässe lang und sehr steil, mit Stufen durchsetzt, nur Quersprünge und Abrutschen möglich

-

EX
extrem schwierig

ab 55°

extrem ausgesetzt

extreme Steilwände und Couloirs

evtl. Abseilen über Felsstufen nötig

-

Skihochtouren

Skihochtouren

USC

SAC Grad

Steilheit

Ausgesetztheit

Geländeform
Aufstieg
und
Abfahrt

Einsatz von Steigeisen und
Eispickel

Engpässe in der Abfahrt

Beispiele

Leicht

L
leicht
(+)

bis 30°

keine Ausrutschgefahr

weich, hügelig, glatter Untergrund

Steigeisen/Pickel selten, nur bei lokaler Vereisung

keine Engpässe

Breite Krone, Hint. Brochkogel v. Taschachhaus

leicht/mittel

WS
wenig schwierig
(-/+)

ab 30°

kürzere Rutschwege, sanft auslaufend

überwiegend offene Hänge mit kurzen Steilstufen. Hindernisse mit Ausweichmöglichkeiten (Spitzkehren nötig)

Steigeisen/Pickel bei kurzen Steilstufen notwendig

Engpässe kurz und wenig steil

Schwarzenstein, Wildspitze

mittel

Hintere Schwärze, Strahlhorn, Piz Buin

ZS
ziemlich schwierig
(-/+)

ab 35°

längere Rutschwege mit Bremsmöglichkeiten (Verletzungsgefahr)

kurze Steilstufen ohne Ausweichmöglichkeiten, Hindernisse in mässig steilem Gelände erfordern gute Reaktion (sichere Spitzkehren nötig)

Steigeisen/Pickel bei kurzen bis mittlellangen Steilstufen in Fels und Eis notwendig

Engpässe kurz, aber steil

mittel/ schwer

Rimfischhorn, Aletschhorn

schwer

S
schwierig
(-/+)

ab 40°

lange Rutschwege, teilweise in Steilstufen abbrechend (Lebensgefahr)

Steilhänge ohne Ausweichmöglichkeiten. Viele Hindernissen erfordern eine ausgereifte und sichere Fahrtechnik

Steilstücke, auch >40° und anhaltend, Steigeisen in Firn, Eis und Fels

Engpässe lang und steil. Kurzschwingen für Könner noch möglich

Piz Bernina via Buuch, Finsteraarhorn,

Nicht im USC Programm

SS
sehr schwierig
(-/+)

ab 45°

Rutschwege in Steilstufen abbrechend (Lebensgefahr)

allgemein sehr anhaltend steiles Gelände. Oft mit Felsstufen durchsetzt. Viele Hindernisse in kurzer Folge

 

Engpässe lang und sehr steil. Abrutschen und Quersprünge nötig

-

AS
ausserordentlich schwierig
(-/+)

ab 50°

äusserst ausgesetzt

äusserst steile Flanken oder Couloirs. Keine Erholungsmöglichkeit in der Abfahrt

 

Engpässe lang und sehr steil, mit Stufen durchsetzt, nur Quersprünge und Abrutschen möglich

-

EX
extrem schwierig

ab 55°

extrem ausgesetzt

extreme Steilwände und Couloirs

 

evtl. Abseilen über Felsstufen nötig

-

Mountainbiken

Mountainbiken

für die Einstufung von Mountainbike-Strecken setzt sich mehr und mehr die Singletrail-Skala durch. Auf der Website der Singletrail-Skala finden sich zu den einzelnen Stufen aussagekräftige Bilder und Streckenbeispiele.

Die von USC angebotenen Touren überschreiten in der Regel nicht das Niveau S3, daher verzichten wir hier auf die Darstellung von S4 und S5.

 

 

USC

Singletrail-Skala

Beschreibung

Wegbeschaffenheit

Hindernisse

Gefälle

Kurven

Fahrtechnik

Leicht

S0

S0 beschreibt einen Weg, welcher keine besonderen Schwierigkeiten aufweist. Dies sind meistens flüssige Wald- und Wiesenwege auf griffigen Naturböden oder verfestigter Schotter. Stufen, Felsen oder Wurzelpassagen sind nicht zu erwarten. Das Gefälle des Weges ist leicht bis mäßig, die Kurven sind weitläufig. Auch ohne besondere Fahrtechniken sind Wege mit S0 zu bewältigen.

fester und griffiger Untergrund

keine Hindernisse

leicht bis mäßig

weit

kein besonderes fahrtechnisches Können nötig

mittel

S1

Auf einem mit S1 beschriebenen Weg muss man bereits kleinere Hindernisse wie flache Wurzeln und kleine Steine erwarten. Sehr häufig sind vereinzelte Wasserrinnen und Erosionsschäden Grund für den erhöhten Schwierigkeitsgrad, der Untergrund kann teilweise auch nicht verfestigt sein. Das Gefälle beträgt maximal 40% bzw. 22°. Spitzkehren sind nicht zu erwarten. Ab S1 werden fahrtechnische Grundkenntnisse und ständige Aufmerksamkeit benötigt. Anspruchsvollere Passagen erfordern dosiertes Bremsen und Körperverlagerung. Es sollte grundsätzlich im Stehen gefahren werden. Hindernisse können überrollt werden.

loserer Untergrund möglich, kleine Wurzeln und Steine

kleine Hindernisse, Wasserrinnen, Erosionsschäden

< 40%/22°

eng

fahrtechnische Grundkenntnisse nötig, Hindernisse können überrollt werden

schwer

S2

Im Schwierigkeitsgrad 2 muss man mit größeren Wurzeln und Steinen rechnen. Der Boden ist häufig nicht verfestigt. Stufen und flache Treppen sind zu erwarten. Oftmals kommen enge Kurven vor, die Steilheit beträgt passagenweise bis zu 70% bzw. 35°. Die Hindernisse müssen durch Gewichtsverlagerung überwunden werden. Ständige Bremsbereitschaft und das Verlagern des Körperschwerpunktes sind notwendige Techniken, ebenso genaues dosieren der Bremsen und ständige Körperspannung.

Untergrund meist nicht verfestigt, größere Wurzeln u. Steine

flache Absätze und Treppen

< 70%/35°

leichte Spitzkehren

fortgeschrittene Fahrtechnik nötig

S3

Verblockte Singletrails mit vielen größeren Felsbrocken und/ oder Wurzelpassagen gehören zur Kategorie S3. Hohe Stufen, Spitzkehren und kniffelige Schrägfahrten kommen oft vor, entspannte Rollabschnitte werden selten. Häufig ist auch mit rutschigem Untergrund und losem Geröll zu rechnen, Steilheiten über 70% bzw. 35° sind keine Seltenheit. Passagen, die den 3. Schwierigkeitsgrad aufweisen, erfordern zwar noch keine Trial-Techniken, sehr gute Bike-Beherrschung und ständige Konzentration sind aber Voraussetzung zum Bewältigen von S3. Exaktes Bremsen und sehr gute Balance sind notwendig.

verblockt, viele große Wurzeln / Felsen
rutschiger Untergrund, loses Geröll

hohe Absätze

> 70%/35°

enge Spitzkehren

sehr gute Bike-Beherrschung nötig

Klettersteige

Klettersteige

 

Schwierigkeitsskala 1 (Klettersteigtechnische Anforderungen)

KS1 Abgesicherte trassierte Steige und sehr einfache Klettersteige Auf natürlichen Felsbändern oder künstlichen Weganlagen durch stellenweise steiles Felsgelände führende Steige. Sicherungen in Form von Stahlseilen, Ketten oder Geländern dienen vorwiegend nur gegen das Gefühl der Exponiertheit, werden aber zur Fortbewegung kaum benötigt. Ohne Sicherungen wären die technischen Schwierigkeiten allenfalls mit I zu bewerten.
KS2 Einfache Klettersteige Mäßig steiles Felsgelände; Sicherungen in Form von Stahlseilen, Klammern, Trittstiften und Leitern dienen zur Fortbewegung. Ohne Sicherungen wäre Kletterei bei geringen Schwierigkeiten (I-II) erforderlich.
KS3 Mäßig schwierige Klettersteige Steiles Felsgelände, überwiegend durch Stahlseile, Eisenklammern, Trittstifte oder Eisenleitern gesicherte Steige. Gesicherte Abschnitte erfordern bereits ein gewisses Maß an Armkraft. Ohne Sicherung wäre mäßig schwierige (II) oder mittelschwierige Kletterei (III) erforderlich.
KS4 Schwierige Klettersteige Sehr steiles Felsgelände, streckenweise senkrechte Wandpartien. Meist nur durch Stahlseile, lediglich an den schwierigsten Stellen auch durch künstliche Tritthilfen gesicherte, streckenweise sehr exponierte Führen. Diese Klettersteige erfordern ein gehöriges Maß an Armkraft. Ohne Sicherungen wäre mittelschwierige Kletterei (III) oder Kletterei mit großen Schwierigkeiten (IV) erforderlich.
KS5 Sehr schwierige Klettersteige, Sportklettersteige Streckenweise extrem exponierte und im senkrechten, trittarmen Fels verlaufende, vorwiegend nur durch Stahlseile gesicherte Routen mit spärlichen künstlichen Tritthilfen; die schwierigsten Stellen erfordern Klettertechnik oder sehr große .Armkraft. Ohne Sicherungen wäre z.T. sehr schwierige Kletterei (V -VI) erforderlich.
KS6 Äußerst schwierige Klettersteige, extreme Sportklettersteige Im wesentlichen wie KS 5, jedoch Tritthilfen nur sehr spärlich oder gar nicht vorhanden, ferner sehr lange und außergewöhnlich anstrengende Routen. An einigen Stellen ist man weitestgehend auf Armkraft angewiesen und muss sich beim Emporziehen am Stahlseil an trittarmen oder trittlosen, glatten Felspartien mit den Füßen gegen den Fels stemmen.

 

Schwierigkeitsskala 2 (Alpine Rahmenbedingungen)

0 Im Tal oder talnah gelegene Klettersteige ohne nennenswerte Zustiege. Wetterbedingungen wegen Lage und geringer Tourendauer gut vorhersehbar. Verzicht auf Wetterschutz und Proviant möglich, z.T. auch ratsam, da diese Bedingungen meist auf technisch schwierige bis äußerst schwierige Sportklettersteige zutreffen.
A Leichte Bergwanderungen auf bequemen Wanderwegen in Höhenlagen bis rund 2000 m oder etwas darüber.
B Bergwanderungen auf Gebirgssteigen, die auch schmal und steil sein können, in allen nicht vergletscherten Höhenzonen verbreitet, meist in Höhenlagen zwischen 1800 m und 2700 m.
C Bergtouren auf alpinen, stellenweise ausgesetzten Steigen und Pfaden, teilweise auch weglos; oft ist Orientierungssinn erforderlich; meist in Höhenlagen zwischen 2300 m und 3000 m, Bergerfahrung erforderlich.
D Anspruchsvolle Bergtouren in alpinem :Felsgelände, z.T. auch brüchig, z.T. mit Firnfeldern. Höhenlage meist zwischen 2400 m und 3300 m. Auch mit langem, schwierigem Klettersteig; größeres Maß an Bergerfahrung und Ausdauer sowie gutes Orientierungsvermögen unbedingt erforderlich.
E Hochalpine Bergtouren in Höhenlagen um oder über 3000 m, die mitunter die Mitnahme und den Einsatz von Pickel und Steigeisen erforderlich machen (sog. kombinierte Touren); teilweise mit Gletscherüberschreitung und Begehung bzw. Querung von Firn-/ Eisrinnen, was eine kompetente Einschätzung der aktuellen Verhältnisse und ggf. eine situationsgemäße Sicherungstechnik erfordert. Gehen in Seilschaft streckenweise unerlässlich. Nur für sehr erfahrene Alpinisten zu empfehlen.

Kletterei in ungesichertem Gelände:

Soweit bei einer Tour in ungesichertem Gelände geklettert werden muss, wird der Schwierigkeitsgrad nach der UIAA-Skala ergänzt (Ausnahme: Schwierigkeitsgrad I, da dieser beim Begehen von Klettersteigen ohnehin grundsätzlich beherrscht worden sollte). Die ersten drei Grade (römische Zahlen) für das traditionelle freie Klettern (ohne künstliche Hilfsmittel wie im Fels angebrachte Klammern, Drahtseile usw.) sind folgendermaßen definiert:

I Geringe Schwierigkeiten: Einfachste Form der Felskletterei (kein leichtes Gehgelände!). Die Hände sind zur Unterstützung des Gleichgewichts erforderlich. Anfänger müssen am Seil gesichert werden. Schwindelfreiheit bereits erforderlich.
IIMäßige Schwierigkeiten: Hier beginnt die Kletterei, die Drei-Punkte-Haltung erforderlich macht.
IIIMittlere Schwierigkeiten: Zwischensicherungen an exponierten Stellen empfehlenswert. Senkrechte Stellen oder gutgriffige Überhänge verlangen bereits Kraftaufwand. Geübte und erfahrene Kletterer können Passagen dieser Schwierigkeit noch ohne Seilsicherung erklettern.
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